Silvester, Katzen und die leidige Knallerei

© nektarstock -- Fotolia.comWas für den Mensch der Beginn eines neuen Jahres darstellt, das ist für den Schmusetiger ein echter Horror: Die Silvesternacht wird mit lautem Geknalle ausgiebig gefeiert. Katzen, die ausgeprägtere Sinne haben, als die Menschen, ziehen sich stundenlang zurück und verfallen in eine Schockstarre.

Die große Verantwortung des Herrchens

Es liegt in der Macht des Herrchens, wie störend die Katzen den Silvesterabend empfinden. Die Tiere können bereits in der Weihnachtszeit auf den großen Abend vorbereitet werden. Durch das Abbrennen von Wunderkerzen an Weihnachten nehmen die Vierbeiner Lichtblitze und die damit verbundenen Geräusche wahr. Sie lernen dadurch, dass sie nichts zu befürchten haben. Es kann sich auch lohnen, eine Geräusch-CD abzuspielen. Diese sollte zuerst sehr leise und schließlich mit zunehmender Lautstärke abgespielt werden. In der Nähe des Herrchens fühlen sich auch Stubentiger am wohlsten. Es kann also helfen, sie am Silvesterabend nicht alleine zu lassen.

Vorsichtsmaßnahmen

Wenn es dann soweit ist, sollte die Katze nicht mit ihren Problemen alleine gelassen werden. Stubentiger verkriechen sich allzu gerne in dunklen Ecken unter dem Bett oder hinter Schränken. Wenn sie sich gar nicht hervorlocken lassen, dann sollte zumindest die Versorgung mit Wasser und Futter gewährleistet sein. Wenn der kleine Racker irgendwann aus seinem Versteck herauskommt und frisst, dann lenkt ihn die Kautätigkeit vom eigentlichen Geschehen ab. Rollläden sollten komplett geschlossen werden. Das dämpft den Schall und Lichtblitze können nicht in den Raum eindringen. Die Vierbeiner benötigen einen eigenen Rückzugsraum, in dem sie ungestört sind. Auch Gäste sollten diesen Ort meiden, da die Tiere sonst zusätzlichen Reizüberflutungen ausgesetzt sind. Es kann helfen, Musik zur Ablenkung einzusetzen.

Zusätzliche Mittel zur Beruhigung ihrer Katze

Sollten alle Maßnahmen nicht helfen, die geliebte Katze zu beruhigen, dann können Beruhigungsmittel eingesetzt werden. Es müssen keine chemischen Arzneimittel sein. Einige Katzen reagieren auf Pheromone. Es gibt spezielle Zerstäuber, welche diese körpereigenen Duftstoffe im Raum verteilen. Die Bachblütentherapie kann ebenfalls zur Beruhigung des Tieres eingesetzt werden: Die Blüte Milmus wird gegen Ängste eingesetzt, die bei Gewitter oder Silversterknallern entstehen. Pflanzliche Beruhigungsmittel, wie Johanniskraut oder Hopfen, sollten immer schon vor dem Silvesterabend verabreicht werden. Wenn die Katzen auf diese Maßnahmen nicht ansprechen, dann können Tierärzte auch Medikamente verschreiben.

Clickertraining für Katzen — Teil 3

Die Katze hat es nun kapiert …

Mit Clickertraining lernt die Katze, dass sie selbst Einfluss auf das Verhalten des Menschen hat und es macht ihr Spaß, weiterhin den Dosenöffner morgens um fünf Uhr um Futter anzuschreien – gleich neben oder im Bett! Das muss jetzt aber nicht mehr sein, denn inzwischen haben Sie gelernt, dass der Katze doch etwas beigebracht werden kann. In diesem Fall ist es nicht schwer aber langwierig, der Katze beizubringen, dass sie ihr Futter nur bekommt, wenn sie nicht schreit und ruhig am Futterplatz sitzt.

… und Sie wenden es jetzt an

Manche Katzen mögen weder gebürstet noch gekämmt werden und machen sich davon, sobald sie eine Bürste nur sehen. Das ist bei Langhaarkatzen ganz schlecht, kann aber mit dem Clickertraining beeinflusst werden. Bei jeder leichten Berührung mit der Hand am Fell clicken Sie und versprechen damit eine kleine Köstlichkeit. Hat sie das Prinzip kapiert, können Sie bereits nach wenigen Tagen die Bürste erst zeigen, beschnuppern lassen und mit der Rückseite ganz leicht über das Fell streichen. Meistens lieben die Katzen das kämmen oder bürsten nach wenigen Tagen und die Körperpflege kann beginnen.

Auch das Hochheben der Katze, das Tragen eines Halsbandes oder das Anlegen einer Leine kann so trainiert werden. Macht das Clickertraining der Katze und Ihnen Spaß, können ganze Verhaltensketten aufgebaut werden, wie zum Beispiel das Apportieren einer Fellmaus, das Laufen durch einen Tunnel und das freiwillige Einsteigen in den Transportkorb.

Bei Problemen mit der Katzentoilette sollte als allererstes der Arzt aufgesucht werden um abzuklären, dass es kein körperliches Leiden ist (Blase oder Niere) oder beim Möbelkratzen müssen Sie klären, ob der Kratzbaum an der falschen Stelle steht, oder den falschen Bezug hat und akzeptieren, dass Sie hier evtl. an der Grenze des Clickertrainings angelangt sind.

Literaturtipps

Damit Sie sich über das Thema noch eingehender informieren können, empfehlen wir folgende Bücher:

Birga Dexels Clickertraining für Katzen
Trickschule für Katzen: Spaß mit Clicker und Köpfchen von Christine Hauschild
Katzen-Clickertraining von Katja Rüssel
Clickertraining für Katzen: Erziehung macht Spaß Martina Braun

Clickertraining für Katzen — Teil 2

Wie trainiere ich meine Katze richtig

Um der Katze „sitz“ oder „liegen“ beizubringen, ist einige Übung erforderlich und sie muss die Verbindung von Klick und Futter absolut gut beherrschen. Lieber einen oder zwei Tage länger üben, als zu wenig! Nun soll sie also den Dosenöffner nur durchs hinsitzen überreden, ihr ein Leckerli zu geben und Sie werden erstaunt sein, wie schnell das klappt.

Sie sind, für die Katze nicht sichtbar, mit Klicker und Leckerli bewaffnet und stehen einfach so da und starren sie auch nicht an … ja, das ist kein Witz, denn durch das ruhige Verhalten soll erreicht werden, dass sie keine Ablenkung hat. Irgendwann wird sie sich setzen und sofort klicken Sie und überreichen ihr einen Leckerbissen. Indem Sie nun ein paar Schritte weglaufen, beginnt das Warten von vorne. Am besten ist es, Sie trainieren dies ein paar Mal hintereinander und an den folgenden Tagen. Klappt es am ersten Tag nur einmal und vielleicht am Abend noch einmal, ist das nicht schlimm.

Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht!

Nun nennen wir, das was wir von der Katze wollen, auch noch mit Namen und sagen zu ihr: „sitz“ sobald sie am Futterplatz steht. Katze setzt sich – Dosenöffner klickt und gibt ihr anschließend etwas ganz Gutes und schon ist alles in bester Ordnung. Schön wär es – sagen sicher einige Katzenbesitzer und sehen unglücklich zur Katze. Aber es ist Ihr Verhalten, das die Katze dazu veranlasst, im richtigen Moment das richtige zu tun. Wollen Sie der Katze das „sitz“ beibringen, dürfen Sie es, nachdem Sie es einmal gesagt haben, nicht wiederholen. Sie dürfen auch ab jetzt nicht mehr das zufällige Hinsitzen klicken und belohnen, sondern nur noch dann, wenn Sie es verlangt haben. Deshalb ist es besser, wenn die Katze den ersten Teil ganz sicher beherrscht, bevor Sie das Wort hinzufügen. Soll Ihre Katze das „sitz“ in verschiedenen Räumen ausführen, müssen Sie auch in anderen Räumen üben.

Clickertraining für Fortgeschrittene

Auf diese Weise kann die Katze einige Dinge lernen, zum Beispiel „liegen“, „spring runter“ (vom Tisch oder Stuhl), „fang“ (die Maus) oder „such“ (den Tischtennisball). Aber es ist wichtig, dass Sie nicht zu schnell oder zu viel von der Katze fordern und auf keinen Fall etwas Neues beginnen, wenn sie mit dem Alten noch nicht zurecht kommt. So haben Sie Spaß an der Sache und Ihre Katze auch, denn sie wird schnell lernen, wie sie Ihnen ein paar Leckerli aus der Tasche zieht.

— weiter Teil 3

Clickertraining für Katzen — Teil 1

Was ist Clickern und warum wird es eingesetzt, Sonderfall Katze

„Meine Katze macht was sie will…!“ ist die Aussage vieler Katzenbesitzer und lächeln über den Vorschlag, sich doch mal mit dem Clickertraining zu beschäftigen. Die Aussage stimmt und stimmt auch nicht, denn jede Katze ist, wie der Hund, auf einen guten Happen aus und dafür wird Einiges in Kauf genommen. Aber so einfach wie beim Hund geht die Sache nicht vonstatten, denn wann der Hund Zeit für das Training hat, bestimmt der Mensch, aber ob die Katze grade Zeit und Laune hat, bestimmt sie selbst. Deshalb ist erst einmal wichtig sich klar zu machen, dass es beim Training weder Strafe, noch Zwang oder Druck gibt, denn Sie sind auf freiwillige Mitarbeit der Katze angewiesen. Dadurch wird sich die Beziehung zwischen Katze und Mensch verbessern, die Katze wird beschäftigt (geistig und körperlich), sie lernt neue Tricks und gewöhnt sich unangenehme Angewohnheiten ab. Der Klicker ist kein Erziehungsmittel, sondern ein Kommunikationsmittel!

Wie fange ich an?

Erfolgserlebnisse führen zum Ziel und dieses wird mit Hilfe eines „Klickers“ erreicht. Ein Klicker kann erst einmal ein Kugelschreiber, dann später vielleicht der Knackfrosch aus dem Kinderzimmer oder ein professioneller Klicker aus dem Zoofachgeschäft sein. Dazu gehört das richtige Timing und zwar immer sofort nach dem Klick mit einem Leckerli. Dauert das „belohnen“ mit einem Leckerli zu lange, wird die Katze den Click und das Leckerli nicht miteinander in Verbindung bringen und darauf kommt es uns an. Sie rufen Ihre Katze, halten in der einen Hand den Clicker und in der anderen Hand ein Leckerli. Der Klick erfolgt nur ein Mal und innerhalb einer Sekunde folgt die Belohnung, aber niemals Klick und Belohnung zusammen!!! Die Belohnung kann später auch als Streicheleinheit oder Schmusen erfolgen, zu Anfang aber sind Sie mit dem Leckerli gut im Rennen! Trainieren Sie dies ein paar Tage lang zwei bis drei Mal am Tag mit Ihrer Katze, bis Sie merken, dass sie den Zusammenhang „konditioniert“ hat. Klassische Konditionierungen sind im Alltag bereits vorhanden, denn Katzen reagieren auf den Dosenöffner oder das Zischen beim Deckelöffnen der Dose mit Ring.

 

Katzen sind lernfähig

Fast jede Katze ist geeignet, sie muss nur empfänglich für Futter sein, sowie angstfrei, denn sie darf sich auf keinen Fall durch den Klick erschrecken – deshalb zuerst einmal das Klicken mit dem Kugelschreiber. Das Clickertraining für die Katzenpersönlichkeit hängt natürlich immer von der momentanen Lust und Laune ab und der Trainer braucht viel Einfühlungsvermögen und Feingefühl, um sie zu motivieren.

— weiter Teil 2

 

Katzenerziehung

copyright cora m krueger

Ich war das nicht!

Wer meint, eine Katze lässt sich nicht erziehen, der irrt. Wie bei jeder Form von Training ist das A und O Konsequenz, Ruhe und vor allem Geduld. Freundliches Zureden, Streicheleinheiten und Lobreden versteht ein Kätzchen sehr schnell. Auch Leckerlies können zum gewünschten Erfolg führen. Aber dann bitte die Hauptmahlzeiten reduzieren!

Wo fängt die Katzenerziehung an?

Beim Einrichten des Katzenbabyzimmers.

Kleine Kitten brauchen eine sichere und trotzdem anregende Umgebung, um ihre Kräfte und Fähigkeiten zu entwickeln. Keine gute Idee sind bodenlange Vorhänge oder feinmaschige Gitter, an denen das Kätzchen bestimmt versuchen wird, hochzuklettern. Freiliegende Kabel, Steckerleisten und insbesondere Computertische sind Dinge, die die Katzen gerne in einem unbeobachteten Moment auskundschaften. Pflanzen werden oft angenagt oder die Pflanzenerde umgepflügt.

Wenn Sie das berücksichtigen und für Abhilfe sorgen, ist ein ständiges Beobachten und Erziehen der Kleinen schon nicht mehr notwendig und schont Ihre Nerven.

Ausreichend erlaubte Spielzeuge (kleine Wollknäule sind bei uns der Hit!) und Klettermöglichkeiten sind auch empfehlenswert.

Wem gehört der Tisch?

Esstische sollten immer tabu sein. Das Kitten einfach mit einen nachdrücklichen „Ssssh“ zeigen, dass es unerlaubtes Terraine betreten hat und es vom Tisch runterheben und auf den Boden setzen (ohne es zu durchzuknuddeln, was schwierig ist. Ich weiß). Auf keinen Fall scheuchen! Das ist ein herrliches Spiel für manche Katzen und kann bei anderen zu Handscheue führen.

Tipp: Natürliche Verhaltensweisen lenken

Katzen müssen ihre Krallen wetzen. Wen dieses Verhalten stört, der sollte für eine erlaubte Kratzmöglichkeit (Sisalstämme, Kratzbretter, Kratzecken etc.) sorgen und das Tier spielerisch an das Teil heranführen, z. B. mit einem Laserpointer und Katzenminze.

Bei schwierigen Fällen und hyperaktiven Katzen wird übrigens von Tierpsychologen und Trainern Clickertraining empfohlen. Zu dem Thema wird noch ein Blogeintrag folgen.

Fazit

Katzen sind soziale Tiere und wollen an dem Leben ihrer Dosenöffner teilhaben. Klare Regeln (die Sie übrigens genauso einhalten müssen!), ein liebevoller Umgangston und eine direkte Ansprache (wenn Mietzi Mietzi heißt, dann rufen Sie sie auch so! Sonst weiß die Katze nicht, wer gemeint ist!) führen schon mit etwas Geduld ans Ziel. Mein Fusseltiger (Foto) kommt wenn ich ihn rufe. Es dauert halt manchmal etwas länger.

Bußgelder für Tierfeinde

Käfighaltung für Hasen eine Qual -- Quelle: Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.

Käfighaltung für Hasen eine Qual

Der deutsche Tierschutz-Bußgeldkatalog

Der Schutz der Tiere in Deutschland ist seit 2002 im Grundgesetz verankert. Um ihn aber zu gewährleisten, benötigt es mehr als eine gesetzliche Erwähnung. Aus diesem Grund gibt es eine Vielzahl an weiteren Gesetzen, die sich ausschließlich dem Tierschutz widmen. In diesen Paragraphen sind auch Ordnungswidrigkeiten und Bußgelder gelistet, welche nun alle einheitlich in einem Bußgeldkatalog zusammengefasst wurden.

Tierschutz ist in jedem Bundesland anders

Jedes Bundesland ist größtenteils selbst für den Tierschutz verantwortlich. Zwar gibt es auch Bundesgesetze, dennoch kann jedes Bundesland eigene Bußgelder und Strafen erlassen. All diese Zahlen und Tatbestände sind nun unter tierschutz.bussgeldkatalog.org zusammengefasst. Dabei liegt das Augenmerk aber nicht nur auf Katzen oder Hunden. Auch der Igel oder die Fledermaus sind laut Gesetz besonders bzw. streng geschützt, weshalb das Fangen, Verletzen oder gar Töten mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

Mehr als nur Bußgelder

Doch im Tierschutz-Bußgeldkatalog finden Interessierte nicht nur Bußgelder. Zudem gibt es auch Tipps, wie beispielsweise Autofahrer und Hausbesitzer einen Marder von Wertsachen fernhalten können. Denn auch das Töten dieser Tiere wird hart bestraft.

Auch Angler finden hier zahlreiche Informationen zum beliebten Freizeitsport. Welche Schonzeiten für Fische in den unterschiedlichen Bundesländern gelten und was Schwarzangeln in Deutschland und den umliegenden Ländern kostet, finden interessierte Naturfreunde ebenso wie eine Auflistung der bedrohten Fischarten.

Auch besonders kleine Tiere sind geschützt

Insekten, Schnecken und Muscheln sind außerdem im Rahmen der Bundesartenschutzverordnung geschützt. Wer beispielsweise Bienenstöcke mutwillig zerstört und die nützlichen Tiere tötet, muss so bis zu 50.000 Euro zahlen. Ebenso ist die Weinbergschnecke in Deutschland besonders geschützt, sodass hierbei auch Bußgelder bei der Verletzung oder Tötung fällig werden.

Neben all diesen Tieren werden auch Nutztiere wie das Rind thematisiert. Denn auch unhaltbare Zustände in einem Massentierhaltungsbetrieb können Strafen mit sich bringen. Im schlimmsten Falle bedeutet dies zudem ein Tierhalteverbot für das jeweilige Unternehmen. Ergänzend hierzu kann das Veterinäramt auch die Tiere einziehen, wenn es der Meinung ist, dass zu viele Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht sind.

Warum es den Tierschutz-Bußgeldkatalog gibt

In Deutschland gibt es keinen einheitlichen Umwelt-Bußgeldkatalog, der diese Strafen auflistet. Aus diesem Grund hat es sich bussgeldkatalog.org zur Aufgabe gemacht, alle wichtigen Bußgelder zu sammeln und in informativen Texten zu veröffentlichen.

Die Webseite soll ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der nachhaltige Schutz von Tieren wichtig ist. Die teilweise sehr hohen Bußgelder schrecken zudem vermeintliche Täter ab. Denn beispielsweise die Tierquälerei einer Katze wird als Straftat geahndet, die sogar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine hohe Geldstrafe nach sich zieht.

Gast-Autor: Alexander Kretschmar

 

Katzen erkennen nicht nur Stimmen

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Junger Kater

Nun gut, was Katzenbesitzer schon immer wussten, haben jetzt japanische Wissenschaftler bestätigt. Aber zumindest meine Katzen können nicht nur Stimmen erkennen. Sobald meine Tochter an der Haustür klingelt, sind beide weg.

Die Hunde mögen Katzen
Schlimmer noch ist es, wenn meine Tochter mit den beiden Hunden kommt. Dann suchen beide Katzen freundschaftlich das Weite. Zur Trauer der Hunde, denn diese mögen Katzen sehr gerne. Aber da ist nichts zu machen, auch wenn die Kleine das kann, was die beiden Hunde nicht können. Die kann nämlich bei Fuß laufen und das vor allem in der Küche. Da sind kleinere Unfälle, mit lautem Geschrei von der Katze nicht ausgeschlossen. Nun ja, wir meckern auch, wenn uns jemand auf die Füße trampelt. Bei meinem Gewicht kann ich das natürlich auch verstehen. Aber Aufgeben, das kommt für die Kleine nicht in den Sinn.

Schritte und andere Geräusche
Sobald ich die Wohnung verlasse, ist zumindest die Kleine unterwegs. Doch wenn ich nach Hause komme, dann kommt die sofort angerannt. Mit lauten Mauzen und vor allem mit einem richtig vorwurfsvollen Ton. Wie kann ich es mir nur erdreisten ohne sie zu Fragen, einfach aus dem Haus zugehen? Nun gut, mit ein wenig leckerem Essen, denn der Futtertopf ist auch leer, kann ich mir dann die Freundschaft wieder erkaufen.

Tüten von der Fleischtheke
Auf diese Rascheln reagieren beide Katzen sofort, denn hier habe ich doch garantiert ein leckeres Futter mitgebracht. Vor allem wenn ich die Einkaufstasche auspacke und nicht weiß, wo die Katzen sind, aber bei diesem Geräusch kommen beide sofort angelaufen. Für mich bedeutet das, dass ich mich immer vorsichtig umschauen muss. Ansonsten, hat eine der beiden Katzen das Nachsehen und mein Fuß auf ihrer Pfote stehen. Daher war es für mich nichts Neues, das Katzen genau zuhören, denn das Gehör funktioniert sehr gut. Besser als die Augen, denn sehen wollen die auch nicht alles.

So leise können Mäuse nicht sein
Natürlich macht das Spielen zu Hause viel mehr Spaß. Also wird auch das lebende Spielzeug mit nach Hause gebracht. Dann liegen beide einträchtig nebeneinander und lauern, bis sich die arme Maus bewegt. Da höre ich noch lange nichts, doch eine der beiden sprintet plötzlich los. Schlimm sind dabei Spitzmäuse, die schreien ohne Ende. Leider sind die aber nicht zu retten, ganz anders wie Futtermäuse. So hat schon manche Maus mit das Leben zu verdanken, denn irgendwie tun die mir Leid. Also meine Katzen hören mehr.

Balinese: Exklusiver Import aus den USA

 

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Balinese — eine zärtliche Diva

Der Balinese ist eine eher unbekannte Schönheit unter den knapp einhundert Katzenrassen, die sich in Deutschland tummeln. Doch wer wegen des exotischen Namens eine asiatische Herkunft vermutet, irrt sich. Die Rasse ist eine amerikanische Züchtung, die gerne auch langhaarige Siamkatze bezeichnet wird. Balinese heißt sie wegen ihres graziösen Ganges, der an die Anmut der Tempeltänzerinnen erinnert. 1968 gründete sich der erste Züchterverein in den USA. 1970 wurde die neue Rasse vom amerikanischen und 1984 vom europäischen Dachverband anerkannt.

Elegante Farben – blaue Augen

Der Balinese ist mittelgroß, muskulös und geschmeidig schlank wie die Siamkatzen, von denen er ursprünglich abstammt. Er klettert und springt sehr gern, ist allerdings nur eingeschränkt als Freigänger zu halten. Ihm fehlt ein wärmendes Unterfell, was ihn ausgesprochen kälteempfindlich macht. Nach den Zuchtrichtlinien sind drei Farben erlaubt. Cinnamon, ist am besten mit Zimtfarben zu übersetzen und Fawn ist ein helles Beige. Dazu ist eine durchgehende weiße Katze als Foreign White anerkannt. Die Augen sind immer strahlendblau. Natürlich gibt es inzwischen auch zahlreiche Kätzchen, bei denen sich diese Farben vermischen und attraktive Fell-Schattierungen aufweisen. Jeder dieser Mischlinge ist ein echtes Unikat. Wer nicht züchten will, wird auch an einer solchen Schönheit seine Freude haben.

Balinese: eine zärtliche Diva

Balinesen sind menschenbezogen und ziemlich besitzergreifend. Artgenossen sind nicht unbedingt ihre liebste Gesellschaft, auf eine zweite Katze sollte deshalb möglichst verzichtet werden. Sie fordern Aufmerksamkeit von ihrem Besitzer und pflegen mit ihm auch eine bisweilen lautstarke Konversation. Mit jemandem, der beruflich stark eingespannt ist, werden diese Tiere nicht glücklich, es sei denn, sie haben in seinem Home-Office einen festen Platz. Ihr Bewegungsdrang ist hoch, ein erstklassiger Kratzbaum mit vielen Spielangeboten gehört deshalb zur Grundausstattung. Weniger anspruchsvoll ist die Pflege des Balinesen. Trotz der Langhaarigkeit ist sie wenig aufwendig, das fehlende Unterfell ist hierfür der Grund.
Diese Katzen lieben es jedoch, gebürstet zu werden und auch ausgiebige Kuscheleinheiten wissen sie zu schätzen.

Rund um den Katzenliebling

 © Carola Schubbel - Fotolia.com

Katze im Wäschekorb

Du hast eine Katze und sie ist noch jung? Du suchst das nötige Zubehör, um es Deinem Liebling besonders schön zu machen? Hier einige Vorschläge in dieser Richtung.

Der richtige Kratzbaum

Im Fachhandel findest Du eine große Auswahl an unterschiedlichen Kratzbäumen jeder Preisklasse. Ein Stamm zum Kratzen, eine Höhle zum Zurückziehen und eine erhöhte Plattform zum darauf liegen sind optimale Kriterien, nach denen Du den Kratzbaum auswählen solltest. Material, Größe und Farbe sind abhängig von Deinem Geldbeutel, Geschmack und Einrichtungsstil. Du solltest lediglich darauf achten, dass der Kratzbaum sicher steht und beim Ansturm Deine Katze nicht umfallen kann. Nun heißt es, einen geeigneten Platz in Deiner Wohnung dafür finden. Einmal gewählt sollte er dort stehen bleiben, damit die Katze sich zurechtfinden kann. Dieses Zurechtfinden wird eine Weile dauern, aber bald schon hat sie oder er den Stammplatz erobert und die ersten Versuche, die Krallen zu schärfen, werden unternommen. Ein Kratzbaum ist eine wichtige Sache, denn dann schärft und feilt die Katze ihre Krallen nicht an Deinen Polstermöbeln.

Futternapf und Co.

Natürlich benötigst Du für Deinen Stubentiger einen Futternapf für das Nassfutter, eventuell einen Napf für Trockenfutter und zusätzlich einen für Frischwasser. Optimalerweise sind die Näpfe für Wasser und Trockenfutter Spender, das heißt, der Nachschub läuft automatisch nach. Ideal sind Näpfe aus Kunststoff oder Metall, da diese sich leicht reinigen lassen. Zudem sollte unter die Näpfe eine abwaschbare Unterlage zur Schonung Deines Teppichs, denn Katzen haben die Angewohnheit sich große Stücke aus dem Napf herauszuholen und auf den Boden zu legen, bevor sie sie fressen. Auch werden ungeliebte Stücke dorthin verfrachtet. Der Napf für das Nassfutter sollte jeden Tag gereinigt werden und der Trinknapf ebenfalls täglich mit frischem Wasser gefüllt sein.

Spielzeug für die Katze

Im Handel erhältst Du jede Menge Spielzeug für Deinen Liebling. Geliebt werden Fellmäuse und alles, was kullert. Vor Sachen, die sich alleine bewegen und dann auch noch Lärm machen, haben die meisten Katzen eine Heidenangst, die sich allerdings nach einer Weile meistens legt. Zudem ist jedes neu gekaufte Spielzeug erst einmal fremd, muss ausgiebig beschnuppert und gehauen werden. Das ist ganz normal und legt sich nach einiger Zeit wieder. Zu dem gekauften Spielzeug findet die Katze jedoch immer wieder etwas, was interessanter ist. So dienen herausstehende oder herunterhängende Fäden, Dein wackelnder Zeh, deine sich bewegende Hand, das Bein unter der Bettdecke, Deine im Licht schimmernden Ohrringe, Schattenspiele an der Wand, das eigene Spiegelbild, der eigene Schwanz, usw. die Aufmerksamkeit der Katze. Dieses selbst gefundene Spielzeug ist oft interessanter, als das Gekaufte. Besonders unbeliebt bei Katzen sind Staubsauger, Bohrmaschinen, Föhn und alles, was mit Wasser zu tun hat. Es gibt aber immer wieder Ausnahmen, denn jede Katze ist nun mal ein Individuum.

Kitty und die Wollfäden

Du fragst Dich sicher, was eine Katze den ganzen Tag über macht, wenn die Bewohner zur Arbeit sind. Die nachfolgende Geschichte hat sich wirklich so abgespielt und zeigt Dir deutlich, was einer Katze einfallen kann, wenn sie Langeweile hat.

Katzenspielzeug

Kitty allein Zuhaus

Wir gingen morgens wie gewohnt zur Arbeit, Kitty, unsere 2-jährige Katze, blieb wie alleine zu Hause. Irgendwie wird sie sich schon die Zeit vertreiben, wie immer.

Wie Recht ich doch hatte, sollte sich am späten Nachmittag zeigen. Als ich die Wohnungstür aufschloss, wunderte ich mich, dass irgendetwas den Eingang blockierte. Nach festem Gegendruck ging die Tür dann doch auf und ich sah die Bescherung. Im ganzen Flur waren Wollfäden in unterschiedlichen Farben gespannt. Immer mehrfach um die verschiedenen Möbelstücke herum.Was war denn hier los? Es sah aus, wie ein wildes Spinnennetz aus bunten Fäden. Diese Wollfäden waren in der kompletten Wohnung verspannt. Ich verfolgte die Spur der Wolle und stellte schnell fest, dass es unlösbar war, sie komplett aufzuwickeln. Zu verworren waren die Wege und zu viele Sorten kreuzten sich. Also wagte ich mich in die Küche, um die Schere zu holen…

Ein klägliches Maunzen

Vorbei am Wohnzimmer, aus dem ein klägliches Maunzen kam. „Du bist gleich dran, Kitty“, sagte ich energisch. In der Küche herrschte das gleiche Chaos. Ich schnitt mir einen Weg ins Wohnzimmer.

Kitty war unter dem Tisch und wäre es nicht so ernst gewesen, ich hätte lachen können. Sie hing unter dem Tisch, eingesponnen in ihrem eigenen Woll-Chaos und hatte sich die Wolle ein paarmal um den Hals geschlungen. Natürlich hatte sie sich beim Befreiungsversuch immer fester darin eingewickelt. Ich schritt zur Tat und schnitt die Wollfäden durch. Dies ging nicht ohne Kratzen und heftigem Fauchen ab. Wusste Sie nicht, dass ich ihr nur helfen will? Dummes Ding! Flugs verschwand sie in ihrer Kratzbaumhöhle, wusste sie doch um das folgende Donnerwetter. Gefühle Stunden verbrachte ich mit Aufwickeln und Zerschneiden der umhergespannten Wolle. Meine Handarbeit konnte ich erst mal vergessen. Dann ging ich ins Badezimmer, um die nächste Überraschung zu sichten. Kitty hatte an dem Tag wirklich ganze Arbeit geleistet. Nicht nur die aufgehängte Toilettenpapierrolle war komplett abgewickelt, nein, auch das Paket mit den restlichen Rollen war total zerfetzt und wie Schnee verteilt im ganzen Bad.

Kitty kam an dem Tag nicht mehr aus ihrer Kratzbaumhöhle heraus, selbst nicht zur Fressenszeit.

Dies nur eine kleine Geschichte zum Thema: „Wenn Katzen alleine zu Hause sind!“

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